Das Angeln auf Aal begann bereits in meiner Kindheit da ich das Glück hatte in Dippach an der Werra aufzuwachen. In den 80er Jahren leitete Kali & Salz viel Lauge in den im Schiefergebirge entspringenden Fluss ein. Sodass der Salzgehalt so hoch war das sich darin kein anderer Fisch als der Aal gehalten hatte. Ein weiterer Nachteil war das die Würmer nach gut einer halben Stunde schneeweiß waren. Was ein regelmäßiges kontrollieren der Köder zu Pflicht machten. Jedoch tat das dem Erfolg keinen Abbruch da man mit etwas Spürsinn die Aale in kürzester Zeit fangen konnte. Heute angele ich nur noch gelegentlich auf den sich in der Saragossasee vermehrenden Fisch. Hin und wieder Pack es mich, dass Aalfieber und fahre mit Freunden an Werra und Main.

Angeln auf Aal und der Mythos Saragossasee

Jeder Aal wandert irgendwann ab und macht sich auf eine lange Reise um letztendlich seinem Schicksal zu begegnen. Die Wissenschaft ist sich bis heute nicht schlüssig wo genau und in welcher Tiefe der Aal laicht. Sicher ist nur das es Ihn mit einem bestimmten Alter in die Kinderstube seiner Art zieht um sich dort zu vermehren und letztendlich sein Leben irgendwo in der Saragossasee zu lassen diese lange Reise des Fisches mit dem lateinischen Namen Anguilla was soviel wie Schlange bedeutet kann bis zu anderthalb Jahre dauern. Selbst Aale die in Teichen und Seen ohne Flussanbindung leben können dem Drang nicht widerstehen sich auf diese beschwerliche Reise zu machen. Lange hielt man es für Anglerlatein das Aale sogar über Land gehen. Durch Bild und Videomaterial wurde es unlängst bewiesen das diese Fische mehrere hundert Meter auf dem Land zurück legen können um es ihren Artgenossen gleich zu tun und ihren Schicksal entgegen zu schwimmen. Aus diesem Grund gehört der Aal zu der Gattung der Anguilliformes da diese vom Süßwasser ins Meer ziehen.

Zwei Aale aus der Wera

Angeln auf Aal Marcus Geistert Fishing
Angeln auf Aal mit Marcus Geistert

Diese zwei mittelgroßen Aal könnte ich in der Gluthitze des Rekordsommers 2018 in der Werra fangen.

Meine Montagen zum Aalangeln

Ich möchte Euch meine Montagen zeigen und wie ich vorgehe wenn es für meine Freunde und mich heißt: „Aalzeit“ Da ich nicht mit Sicherheit sagen kann in welcher Tiefe sich die Fische aufhalten wähle ich immer zwei Montagen.

Eine Montage lasse ich traditionell auf den Grund liegen mit einem ca. 50 cm langen Vorfach. Die zweite versehe ich mit einem 60 – 100 cm langen (je nach Strömung) 40er Vorfach mit Auftriebskörper 10 cm hinter dem Haken. Als Köder nehme ich Würmer oder Fischfetzen die sich beide gleichermaßen gut zu Angeln auf Aal eignen.

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